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 11.02.2020 0 Kommentare

Humor auf der Arbeit – Spaß an der Arbeit?

Sorgt viel Humor auch automatisch für mehr Spaß bei der Arbeit – und für ein besseres Wohlbefinden?

Hallo aus Dortmund! Mein Name ist Stephan Brenk und ich bin Geschäftsführer der DMA GmbH. Als Beratungshaus für den Mittelstand sorgen wir für die Sichtbarkeit unserer Kunden. Das heißt wir beraten Unternehmen und produzieren Lösungen für Strategie, Vertrieb und Marketing.

Als die Bottroper Heilpraktiker Farid Zitoun und Christian Rüger für den Naturheilzentrum YouTube Kanal den Vlog zum Thema Kommunikation in unserem Hause drehten und wir uns nach dem Dreh noch etwas unterhielten, kamen wir auch auf das Thema Humor. Die Dreharbeiten zum Video waren geprägt von viel Heiterkeit, die man nicht nur in den Outtakes der beiden sehr gut spürt. Das brachte mich zur Fragestellung, wie sich eigentlich das Verhältnis von Humor und Spaß darstellt. Resultiert Spaß aus dem, was man tut und der gewünschte Effekt der Motivation direkt aus einem launigen Verhalten im Team? Oder sind Spaß und Humor doch nicht dasselbe? Ich begann, mich etwas in das Thema einzulesen.

Humor, Spaß und Gesundheit – Eine komplizierte Beziehung

Die Beziehung zwischen den Begriffen „Humor“ und „Spaß“ ist eng und offenbar nutzen viele Publizisten die beiden Wörter sogar synonym. Aus meiner Sicht ist das jedoch nicht gerechtfertigt. Nach einiger Suche bin ich dann auf dieses Paper der European Health Psychology Society gestoßen: https://pdfs.semanticscholar.org/c380/b75a8d8fcc77c1d7d35e155519a303f361ba.pdf. Hier wird dieses Problem konkret angesprochen und auf den Unterschied zwischen den Begriffen hingewiesen, wobei Humor auch als ein möglicher Faktor für Spaß benannt wird.

Noch interessanter finde ich jedoch, dass die Autorin zusätzlich noch eine Brücke zum Thema Gesundheit schlägt, indem sie Spaß als möglicher Puffer gegen Stress nennt. Wird Humor so auf Umwegen sozusagen zum neuen Ast eines modernen Gesundheitsmanagements? Es lohnt sich also, sich als Arbeitgeber genauer mit diesem Thema zu beschäftigen.

Humor am Arbeitsplatz: fördert Gesundheit und Wohlbefinden

Humor führt zu Spaß führt zu mehr Produktivität?

Als Unternehmer möchte ich natürlich in jedem Fall, dass meine Mitarbeiter und auch ich selbst Spaß an der Arbeit haben. Allerdings stellen sich mir gleichzeitig einige Fragen: Wie kann ich den Spaß im Unternehmen überhaupt fördern? Und was bedeutet das wirtschaftlich? Viele Quellen, die ich zu dem Thema fand, sprechen darüber, welche positiven Auswirkungen Spaß an der Arbeit auf die Produktivität haben kann. Sogar für die leistungsfördernden Effekte von Humor an sich fand ich eine Meta-Studie, die im Journal of Managerial Psychology veröffentlicht wurde.

Bedeutet das also, dass es sogar einen wirtschaftlichen Anreiz gibt, Humor im Unternehmen zu fördern? Im ersten Moment kommen mir dabei ein paar Zweifel, denn ich persönlich assoziiere produktive Arbeit nicht unbedingt mit ausuferndem Gelächter. Kann das nicht sogar im Gegenteil schlecht für die Produktivität sein?

Mit Freude für die Gesundheit in der Naturheilpraxis

Ich stieß auf dieses Interview mit dem Forscher André Spicer, der sich vieler meiner Zweifel annimmt (https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2017/neue-arbeit/arbeit-ist-scheisse). Seine Botschaft: Spaß kann nicht von oben verordnet werden und ist in erster Linie das Ergebnis einer als erfüllend empfunden Tätigkeit. Das finde ich einleuchtend. Wenn ich dagegen lese, dass einige Firmen ihre Betriebsräume wie einen Abenteuerspielplatz gestalten, fasse ich mir an den Kopf. Diese Idee kommt aus amerikanischen Unternehmen und es wurde von einigen deutschen Kollegen erfolglos versucht, dies in unseren Arbeitsalltag zu importieren.

Hier wird leider oft vergessen, dass es in einer 40-Stunde-Woche recht schwierig wird, täglich 2 Stunden am Kicker oder Billard-Tisch zu stehen und dabei produktiv zu bleiben. In Amerika entsteht die Produktivität aus einer wesentlich längeren Anwesenheit am Arbeitsplatz. Hier wird die Arbeitszeit vielleicht durch die eine oder andere Spaß-Einheit aufgelockert.

nabomed Gesundheitsmanagement am Arbeitsplatz

Aber: Glauben Sie wirklich, dass das im Ursprungsland des Raubtierkapitalismus alles ist? Sicher nicht. Vielmehr steht dem nicht selten eine 60 bis 80 Stunden lange Arbeitswoche gegenüber. Das darf bei allem Mitarbeiter-Entertainment nicht vergessen werden. Humor bei der Arbeit, so viel scheint offensichtlich, kann eine gute Arbeitsatmosphäre fördern und auf diese Weise den Spaß an der Arbeit erhöhen, vielleicht sogar die Produktivität positiv beeinflussen. Aber es ist sicherlich nicht der einzige Faktor – und kann sogar negativ besetzt sein.

Mobbing „mit Humor“ – Ein wirtschaftliches und gesundheitliches Problem

Humor am Arbeitsplatz, so fand ich bei meiner Recherche heraus, kann in zwei Formen auftreten: Sozial und aggressiv. Das zumindest legt diese Studie nahe, die ebenfalls in einem großen Journal veröffentlicht wurde: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/joop.12081.

Bottroper Naturheilpraxis: Team für Lifestyle & Gesundheit 2go

Sozialer Humor bezeichnet dabei die Art von Humor, die wir als erheiternd wahrnehmen. Die Kehrseite davon, aggressiver Humor, ist hingegen der Überbegriff für Humor auf Kosten anderer, etwa von Vorgesetzten gegenüber Untergebenen, um diese lächerlich zu machen. Diese Art von Humor kann das Verhältnis im Team nachhaltig zerstören und davor kann ich nur warnen. Ich glaube, wer das in seinem Leben schon einmal selbst erlebt hat, kann das sehr gut nachvollziehen.

Wer unter dieser Form von Mobbing leidet, leistet oft weniger und kann sogar krank werden. Davor warnen nicht zuletzt das Bundesministerium für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund. Letzterer schätzt sogar, dass durch Mobbing ein volkswirtschaftlicher Schaden von über 15 Milliarden Euro entsteht. Als Führungskraft bin ich also in besonderer Weise gefordert, darauf zu achten, dass in Sachen Humor die richtigen Grenzen eingehalten werden.

Wenn das gesunde Maß an Humor Gesundheit fördert

Humor auf der Arbeit – Das gesunde Maß treffen

Alles in allem ist das Thema Humor bei der Arbeit wesentlich komplexer, als es im ersten Moment aussieht. Ich empfinde es als meine Aufgabe in der Führung eine richtige Dosis im Spannungsverhältnis von guter Laune und konzentrierter Arbeitsweise vorzuleben und vorzugeben. Ich übertreibe mal: Wenn man zwischen Tischtennis, Kicker und Bällebad nicht mehr wirklich zum Arbeiten kommt, kann und wird dies sicher nicht zur einem Mehr an Produktivität führen.

Vielmehr werden so die Effizienz und mittelbar auch das Unternehmen und die Arbeitsplätze der Belegschaft gefährdet. Dass Arbeit übrigens nicht immer nur Spaß macht, ist der Grund dafür, dass man dafür Geld bekommt und an der Kinokasse Geld bezahlen muss. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Tipp #nabomade: Zeit für mehr Humor am Arbeitsplatz

Spaß an der Arbeit sollte meiner Meinung nach dadurch entstehen, dass man sich mit seiner Arbeit und dem Arbeitgeber identifiziert und man das eigene Schaffen als sinnstiftend wahrnimmt. Das kann kein Witz dieser Welt ersetzen – und sei er noch so gut. Ein Lachen ist aber nie verkehrt und kann vor allem dann helfen, wenn es gerade mal stressig läuft – und kann damit offenbar sogar gut für unsere Gesundheit sein.

Ich bin froh, dass die Blogger Farid Zitoun und Christian Rüger mit ihrem Praxisteam bei uns waren. Meine Mitarbeiter und ich haben die lockere Stimmung am Filmset sehr genossen. Das entstandene Video und auch die daraus entstandenen Outtakes schaue ich mir immer wieder gerne an. Nachhaltiger, gesunder Humor eben.

Blogger Zitoun & Rüger: Heilpraktiker mit Herz und Humor

Nun geht es für mich aber wieder mit Spaß an die Arbeit, denn das ist mit Sicherheit der beste Weg, die Produktivität zu steigern.

Viele Grüße

Euer

Stephan Brenk

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Im neuen Bloopers-Video der NABO-Vlogger Farid Zitoun und Christian Rüger wird die humorvolle Arbeit der beiden Heilpraktiker in den Fokus gerückt. Im neuesten News-Beitrag geht es dazu um den Wert vom Zuhören bei der Behandlung von Patienten.

über den autor

Gastautor Stephan Brenk

Gastautor Stephan Brenk

… hat sich nach einem Start im kaufmännischen Bereich den digitalen Medien verschrieben und ist hier seit über 15 Jahren Unternehmer. Er absolvierte eine Ausbildung zum Mediengestalter und schloss diese als Bester seines Jahrgangs ab. Mit seinen nunmehr 42 Jahren sorgt er dafür, dass der deutsche Mittelstand den Wert einer gut aufgestellten digitalen Marke erkennt und lebt. In seiner Freizeit scheucht er mit Vorliebe seinen Shar-Pei-Mischling Oskar durch die deutschen Wälder oder an einem beliebigen Nordseestrand entlang.

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